Bearbeitungsmethode „Zylindrische Formen“

Aktualisiert: 10. Mai 2021


Ein Zylindrisch geschliffener Labradorit
Eingefasster Labradorit

Zylinderförmige Edelsteine sind eine beliebte Form für moderne Schmuckdesigns, doch die

Herstellung ist nicht so simpel wie das Endprodukt aussieht, sondern erfordert einiges an Raffinesse.

Zunächst wird der Rohstein zurecht gesägt und mit der flachen Seite auf einen Dopstick geklebt.

Dieses Metallstäbchen wird dann im 90°-Winkel eingespannt, das Index-Wheel ausgehängt und der

Stein rund und rau geschliffen (max. 1.200 Körnung). Anschließend wird der Dopstick mit einem 0°-

Winkel eingespannt, das Index-Wheel auf eine beliebige Zahl fixiert und der Stein plan geschliffen.

Ein zylindrisch geschliffener Spinell
Zylindrischer Spinell

Nun kann der Stein wieder von dem Dopstick gelöst und per Hand weiter bearbeitet werden. Um das Wachs zu entfernen, mit dem der Stein auf dem Dopstick festgeklebt wurde, legt man den Stab am besten ins Gefrierfach. Sobald das Wachs gefroren ist, lässt sich der Stein ganz einfach von dem Dopstick lösen. Zum Schluss wird der Schmuckstein noch glatt geschliffen und auf weiche, plane

Scheiben abgerundet und poliert. Dafür empfiehlt sich die Cabochon-Art, bei welcher die Unterseite flach und die Oberseite nach außen gleichmäßig gewölbt (konvex) geschliffen wird.

Mein Tipp: Wer keine Facettier-Maschine besitzt, kann auch eine Stein-Bohrmaschine benutzen und denselben Effekt erzielen. Bohren Sie einfach ohne „Stößel“ und das Edelstein-Überbleibsel wird eine zylindrische Form besitzen.

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